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Aufstand gegen Großverlag: TU München bestellt Elsevier-Paket ab

michaeleisen.orgEinige wichtige wissenschaftliche Zeitschriften werden bald in der TU München fehlen. Denn die Uni hat ihre Abos bei dem einflussreichen Wissenschaftsverlag Elsevier gekündigt. Damit ist die nächste Stufe eines lange köchelnden Streits zwischen Bibliotheken, Forschern und Verlag erreicht.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...832454,00.html
  1. #1

    "andererseits können gerade junge Wissenschaftler es sich kaum leisten, ihre Forschungsergebnisse nicht bei ihm zu veröffentlichen. "

    hmmm. Ich bin kein Studierter. Ich verstehe diesen Satz nicht. Bekommen die Forsche Geld, wenn die dort veröffentlichen?
    Warum bekommt das nicht der Arbeitgeber (die Uni) ?
    Werden die so schlecht bezahlt, dass man dort veröffentlichen muß, um sich die Forschung leisten zu können?

    Mich beschlecht wieder das Gefühl, dass es hier nur wieder um Uni-interne Rituale geht. Die einer zivilrechtlichen Prüfung nicht standhalten würden.
  2. #2

    Zitat von Oberleerer Beitrag anzeigen
    Bekommen die Forsche Geld, wenn die dort veröffentlichen?
    Warum bekommt das nicht der Arbeitgeber (die Uni) ?
    Werden die so schlecht bezahlt, dass man dort veröffentlichen muß, um sich die Forschung leisten zu können?
    Nein, Sie bekommen kein Geld, wenn man in Journalen publiziert. Verschiedene Journale sind unterschiedlich renomiert. Bevor ein Artikel in einem Journal veröffentlicht wird, wird er einem anonymen Peer Review unterzogen und erst wenn der oder die anonymen Gutachter ihr OK geben hat ein Artikel die Möglichkeit, Publiziert zu werden. Nicht jedes Journal akzeptiert jeden Artikel, u.a. kommt es darauf an welchen Anspruch ein Journal hat. Wenn man sich als Forscher um einen Arbeitsplatz bewirbt, dann wird u.a. darauf geachtet, wie viele Veröffentlichungen in welchen Journalen gemacht wurden. Z.B. in der Mathematik sind Veröffentlichungen in den Inventiones Mathematicae oder Annals of Mathematics sehr prestigeträchtig...
  3. #3

    Zitat von Oberleerer Beitrag anzeigen
    "Bekommen die Forsche Geld, wenn die dort veröffentlichen?
    Im Gegenteil, die Verlage verlangen oft von den Autoren die vollständige Übertragung des Copyrights an den eingereichten Arbeiten. Das heißt das der Autor sich seinen Artikel im Zweifel selbst kaufen muss.
  4. #4

    Publikationsdruck

    Zitat von Oberleerer Beitrag anzeigen
    "andererseits können gerade junge Wissenschaftler es sich kaum leisten, ihre Forschungsergebnisse nicht bei ihm zu veröffentlichen. "

    hmmm. Ich bin kein Studierter. Ich verstehe diesen Satz nicht. Bekommen die Forsche Geld, wenn die dort veröffentlichen?
    Warum bekommt das nicht der Arbeitgeber (die Uni) ?
    Werden die so schlecht bezahlt, dass man dort veröffentlichen muß, um sich die Forschung leisten zu können?

    Mich beschlecht wieder das Gefühl, dass es hier nur wieder um Uni-interne Rituale geht. Die einer zivilrechtlichen Prüfung nicht standhalten würden.
    Viele wichtige Journale aus allen möglichen Fachgebieten sind bei Elsevier. Wenn man da nicht veröffentlicht, liest es die angepeilte Fachwelt vielleicht nicht -> zukünftige Jobchancen sinken. Zudem ist man, gerade als junger Forscher, bestrebt in möglichst hochbewerteten Journalen zu publizieren, daß bringt Prestige. Und nicht nur das: einige Forschungsgemeinschaften verteilen Geld nach der performance, also Anzahl und rating der Publikationen. Ergo: zukünftige Jobchancen sinken. Nicht umsonst gilt vielen Forschern eine Publikation in "Nature" oder "Science" als der heilige Gral. Und bei Einstellungen zählt nur die Publikationsliste.
    Dieser Publikationsdruck wird auch in der Wissenschaft kritisiert, allerdings wohl von Leuten mit festen Stellen (Professoren), die nicht mehr viel beweisen müssen.
    Aber es ist schon eine groteske Praxis: man tritt die Verwertungsrechte bei der Publikation ab, muss auch noch dafür bezahlen und dann die Literatur aus dem Fachgebiet wieder teuer einkaufen, meist noch mit einem unnützen Ratenschwanz.
  5. #5

    Ich sehe Alternativen

    Zitat von Oberleerer Beitrag anzeigen
    "andererseits können gerade junge Wissenschaftler es sich kaum leisten, ihre Forschungsergebnisse nicht bei ihm zu veröffentlichen. "

    Ich bin kein Studierter. Ich verstehe diesen Satz nicht. .
    Der Satz besagt - nicht mehr und nicht weniger - daß dieser Verlag viele hochangesehene Fachzeitschriften in seinem Programm hat und es gut aussieht, wenn man dort veröffentlicht.

    Die Aussage, daß man es sich nicht leisten kann, diese Blätter zu umgehen, halte ich für bezweifelbar.
  6. #6

    Musst noch das eine oder andere lernen, Jungchen

    Zitat von atrulan Beitrag anzeigen
    Nicht umsonst gilt vielen Forschern eine Publikation in "Nature" oder "Science" als der heilige Gral.
    Beide nicht von El.... verlegt! ;-)

    Zitat von atrulan Beitrag anzeigen
    Und bei Einstellungen zählt nur die Publikationsliste.
    Ick lach mir weg!
    wer hat dir das denn weißgemacht?
    Im wievielten Semester bist du?

    Zitat von atrulan Beitrag anzeigen
    Dieser Publikationsdruck wird auch in der Wissenschaft kritisiert, allerdings wohl von Leuten mit festen Stellen (Professoren), die nicht mehr viel beweisen müssen.
    Au contraire: Die Profs. befeuern das! Die sind die Letzten, die das kritisieren. Erstens nach dem Motto: Ich musste ja auch da durch.
    Zweitens lassen sich damit Doktoranden und Postdoktoranden prima in den burnout peitschen!
  7. #7

    .

    Zitat von cassandros Beitrag anzeigen
    Beide nicht von El.... verlegt! ;-)


    Ick lach mir weg!
    wer hat dir das denn weißgemacht?
    Im wievielten Semester bist du?


    Au contraire: Die Profs. befeuern das! Die sind die Letzten, die das kritisieren. Erstens nach dem Motto: Ich musste ja auch da durch.
    Zweitens lassen sich damit Doktoranden und Postdoktoranden prima in den burnout peitschen!
    1. hab ich auch nicht behauptet, gibt ja schließlich auch noch Wiley.
    2. dann lach Dich weg. Ich promiviere in der Helmholtz-Gemeinschaft und da wird Geld nach Anzahl Publikationen und Impact Factor verteilt. Punkt. Was zählt denn Deiner Meinung nach?
    3. richtig. Mittlerweile haben auch Post-docs diese Denke voll drin. Nichtsdestotrotz sind Kritiker meist Alteingediente.
  8. #8

    Ich möchte den Titel dieses Artikels kritisieren: Wie später klargestellt wird, bestellt die mathematische Fakultät, und nicht etwa die gesamte Uni das Elsevier-Abo ab. Bei einem Verlag, dessen Schwerpunkt im Bereich Medizin/Life Sciences liegt, ist das ja auch nicht allzu schwer.
    Ich sehe keine großen Erfolgschancen des Boykotts. Das System ist halt einfach zu vertrackt. Nicht nur nicht publizieren zu können, selbst das Herunterladen von Papers wäre dann für alle Studenten und Wissenschaftler dieser Institution nicht mehr legal möglich! Da sollte die EU wirklich eingreifen.
  9. #9

    B

    Zitat von atrulan Beitrag anzeigen
    1. hab ich auch nicht behauptet, gibt ja schließlich auch noch Wiley.
    .
    Und noch so einige andere.
    Aber auch W... verlegt weder Nature noch Science.

    Zitat von atrulan Beitrag anzeigen
    2. dann lach Dich weg. .
    Bin noch da. 'schuldigung.
    Zitat von atrulan Beitrag anzeigen
    . Punkt. Was zählt denn Deiner Meinung nach?.
    Bei der Jobvergabe? Wenn es um eine Festanstellung geht?
    1) Beziehungen
    2) Beziehungen
    3) Beziehungen
    4) Wen kennst Du?
    5) Warst du ein angenehmer, geschmeidiger Enddarmbewohner?
    6) Beziehungen.
    Ist experimentell bewiesen!!